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Die Moskitos sind zurück – Nordargentinien

Mai 2025 /

Von Fiambalà fahren wir über Belén und Cafayate immer nordwärts in Richtung Salta. Durch mehrere rostrote Canyons führt uns der Weg. Dieser ist aber sehr gut ausgebaut und wird nun auch wieder von Touristenbussen frequentiert. Die hügelige Gegend ist für den Weinanbau bekannt.

From Fiambalà, we drive north via Belén and Cafayate towards Salta. The road takes us through several rust-red canyons. However, it is very well constructed and is now frequented by tourist buses again. The hilly area is known for wine growing.

Wir werden noch länger nicht wieder in Richtung Süden fahren, denn unser nächstes Ziel befindet sich ganz im Nordosten Argentiniens – genau genommen am äussersten Zipfel wo Argentinien, Paraguay und Brasilien aufeinandertreffen. Der Weg dorthin ist aber noch lang: gute 1500 Kilometer liegen die angepeilten Iguazú Wasserfälle entfernt. Im Norden Argentiniens gibt es wiederum viel Land- und Viehwirtschaft. So ist es erneut eher schwierig einen Übernachtungsplatz zu finden. Auch wird uns geraten aufgrund der Grenznähe eher auf Campingplätzen als frei zu übernachten. Wir begrüssen aufgrund des wärmeren und feuchten Klimas auch zwei alte (Fress-)Feinde wieder zurück: Sandfliegen und Moskitos sind den ganzen Tag und natürlich besonders abends äusserst beiss- und stechfreudig.

We won’t be heading south again any time soon, as our next destination is in the far northeast of Argentina – at the very tip where Argentina, Paraguay, and Brazil meet. But it’s still a long way to go: the Iguazú Falls are a good 1,500 kilometers away. In northern Argentina, there is a lot of agriculture and livestock farming. This makes it rather difficult to find a place to stay overnight. We are also advised to stay at campsites rather than camping in the wild due to the proximity to the border. Due to the warmer and humid climate, we also welcome back two old predators: sand flies and mosquitoes are extremely eager to bite and sting all day long and, of course, especially in the evening.

Wir sind auf diesen perfekten Teerstrassen natürlich wieder schneller unterwegs als noch in den Anden. Es gilt ja auch etwas Strecke zu machen. Dabei sind aufgrund der nun wieder höheren Temperaturen und mangels Klimaanlage die Fahrer-und Beifahrerfenster meist komplett offen. Nun fahren wir so nichtsahnend mit guten 90 Sachen dahin bis auf der Fahrerseite zwischen Kopfstütze und B-Säule – ja wirklich nur sehr knapp an Marcels Kopf vorbei! eine gefiederte Kanonenkugel rein schiesst und hinten in unserem Troopy abrupt zum Stopp kommt. Eine Notbremsung auf dem Pannenstreifen später, überlegen wir wie wir das noch benommene Tier aus dem Auto kriegen ohne eine Panik zu provozieren. Auf dem Schlafsack rausziehen ist die gewählte Lösung. Es klappt und so torkelt der Vogel ins Unterholz neben der Strasse davon und wir realisieren erst wie viel Glück Marcel da tatsächlich gehabt hat.

Of course, we are traveling faster on these perfect tarred roads than we did in the Andes. Also, we have some distance to cover. Due to the higher temperatures and the lack of air conditioning, the driver and passenger windows are usually completely open. Now we are driving along unsuspectingly at a good 90 km/h when, on the driver’s side between the headrest and the B-pillar – yes, really just inches from Marcel’s head! – a feathered cannonball shoots in and crashes into the back of our Troopy, bringing it to an abrupt halt. After slamming on the brakes on the hard shoulder, we consider how to get the still-dazed animal out of the car without causing it to panic. The solution we choose is to pull it out onto the sleeping bag. It works, and the bird stumbles away into the undergrowth beside the road, and we realize just how lucky Marcel actually was.

Wie bereits erwähnt, sind in den Gegenden wo es viel Landwirtschaft hat die tollen Campingplätze eher rar. So kann es passieren, dass man eine ruhige Nacht mit Blick auf einen Friedhof verbringt.

As already mentioned, great campsites are rather rare in areas where there is a lot of agriculture. So it can happen that you spend a quiet night with a view of a cemetery.

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