April 2026 /
Wie der Titel bereits verrät: nach Tasmanien soll es gehen. Wir haben die Überfahrt per Fähre bereits vor Wochen reserviert, da diese oft komplett ausgebucht sind. Um 10 Uhr abends soll es los gehen. Tut es aber nicht. Noch bis nach Mitternacht steht die «Spirit of Tasmania» still im Hafen. Als es dann endlich losgeht liegen wir aber bereits gemütlich in unseren Kojen und der gleichmässige Motor und das leichte Schaukeln trägt zu einer guten Nacht bei.
As the title suggests, we’re heading to Tasmania. We booked the ferry crossing weeks ago, since they’re often fully booked. We’re supposed to set off at 10 p.m. But we don’t. The “Spirit of Tasmania” remains stationary in the harbor until after midnight. By the time we finally get going, though, we’re already comfortably settled in our bunks, and the steady hum of the engine and the gentle rocking help ensure a good night’s sleep.





Entsprechend verspätet kommt das Schiff am nächsten Morgen in Devonport an. Nicht weiter schlimm, wir haben an diesem Tag nichts weiteres geplant als unsere ganzen Vorräte wieder aufzufüllen – man durfte ja fast nichts an Lebensmitteln mitbringen. Unsere ersten Kilometer in Tasmanien folgen der nördlichen Küste, wo wir uns einen Campingplatz in Meeresnähe für die Übernachtung aussuchen.
As a result, the ship arrives in Devonport late the next morning. No big deal—we haven’t planned anything for the day except to restock all our supplies, since we weren’t allowed to bring almost any food with us. Our first few kilometers in Tasmania take us along the northern coast, where we find a campground near the ocean to spend the night.




Ein spezieller Wasserfall zieht uns ins Dip River Forest Reserve. Über einen gut gemachten Boardwalk geht es an riesigen Eukalyptusbäumen und meterhohen Baumfarnen vorbei zu den Dip Falls. Der Fluss bringt nicht allzu viel Wasser und so sind die Basaltsäulen über die der Wasserfall «stürzt» sehr gut zu erkennen. Unsere Weiterfahrt aus dem Dschungel raus nimmt aber ein jähes Ende – es scheitert nicht wie man vielleicht erst denken mag an der Wasserdurchfahrt durch den Dip River sondern kurz danach verwehrt uns ein umgefallener Baumstamm die Weiterfahrt. Aber ein Schleichweg ums Hindernis ist schnell gefunden, auch wenn die Seiten des neuen Troopys danach den einen oder anderen neuen Kratzer schmücken.
A unique waterfall draws us into the Dip River Forest Reserve. A well-maintained boardwalk takes us past giant eucalyptus trees and towering tree ferns to the Dip Falls. The river isn’t carrying much water, so the basalt columns over which the waterfall “plunges” are clearly visible. Our journey out of the jungle, however, comes to an abrupt end—not, as one might first think, because of the river crossing at Dip River, but shortly afterward, when a fallen tree trunk blocks our path. But we quickly find a detour around the obstacle, even if the sides of the new Troopy are left with a few new scratches as a result.















Als nächstes besuchen wir den Ort Stanley. Sein Wahrzeichen «the Nut», eine imposante Gesteinsformation, die sich hinter der Stadt auftürmt, ist schon von weitem zu sehen. Den Hügel kann man entweder mit Hilfe eines zweier Sesselliftes oder aber wenn es wie heute zu stark windet aus eigener Kraft zu Fuss erklimmen. Wir entnehmen einer langen Bilderwand, dass Stanley wohl 2016 auch mal Kulisse für einen Hollywood Film war, den wir beide aber weder gesehen noch jemals von gehört haben. Praktischerweise ist gerade Mittagszeit, so entscheiden wir uns gegen das Erklimmen der Nuss und suchen stattdessen eins der nicht ganz so zahlreichen Lokale auf. Das Essern ist dafür aber umso leckerer und zudem auch noch wunderhübsch angerichtet.
Next, we visit the town of Stanley. Its landmark, “the Nut”—an imposing rock formation towering behind the town—can be seen from a distance. You can climb the hill either by taking a chairlift or, if it’s too windy like today, on foot. We learn from a long display of photos that Stanley apparently served as the backdrop for a Hollywood movie in 2016, though neither of us has seen or even heard of it. Conveniently, it’s lunchtime, so we decide against climbing The Nut and instead head to one of the not-so-numerous restaurants. The food, however, is all the more delicious and beautifully presented to boot.



Auf dem abgelegenen Western Explorer Highway, fahren wir via Zeehan nach Queenstown. Dort wurde früher Bergbau betrieben und die Überreste davon sind in Form von grossen Ausgrabungen immer noch gut ersichtlich. So kann man von einer Aussichtsplattform in den «Iron Blow» runtergucken – eine Grube, die mit türkisblauem Wasser gefüllt ist. Die Nacht verbringen wir an einem Stausee, dessen Pegel wohl mal höher war. Es sieht aber nicht nach Regen aus und so bleiben wir. Am nächsten morgen zeigen die geisterhaften Nebelschwaden deutlich an, dass hier langsam der Herbst Einzug hält.
On the remote Western Explorer Highway, we drive via Zeehan to Queenstown. Mining used to take place there, and the remnants of it are still clearly visible in the form of large excavations. From a viewing platform, you can look down into the “Iron Blow”—a pit filled with turquoise-blue water. We spend the night by a reservoir whose water level was likely higher in the past. But it doesn’t look like rain, so we stay. The next morning, the ghostly wisps of fog clearly signal that autumn is slowly setting in here.








Wir sind immer wieder überrascht, wie abwechslungsreich Tasmanien doch ist. Auf kurzen Distanzen kommen wir an vielen verschiedenen Landschaften vorbei. So finden wir uns kurzum erneut im Dschungel und an malerischen Wasserfällen wieder. Sind wir bei der Besichtigung der «Nelson Falls» noch komplett alleine, so teilen wir uns den Pfad und die Aussichtsplattform bei den «Horeshoe Falls» mit einer Carladung Chinesen, die sich kurz vor uns auf den Weg gemacht haben. Wir sind auch über die Grösse der Eukalyptus Bäume erstaunt. In der Tolkien Grove des Styx River Forest Reserve gibt es besonders grosse Exemplare zu bestaunen.
We’re constantly surprised by just how diverse Tasmania really is. Over short distances, we pass through many different landscapes. Before we know it, we find ourselves back in the jungle and at picturesque waterfalls. While we’re completely alone during our visit to “Nelson Falls,” we share the trail and the viewing platform at “Horseshoe Falls” with a carload of Chinese tourists who set off just before us. We’re also amazed by the size of the eucalyptus trees. In Tolkien Grove at the Styx River Forest Reserve, there are particularly large specimens to marvel at.























Da unsere Vorräte langsam zu Neige gehen, heisst es an dieser Stelle: raus aus dem Dschungel und rein in die Stadt. Hobart, die Hauptstadt Tasmaniens erwartet uns.
Since our supplies are slowly running low, it’s time to leave the jungle behind and head into the city. Hobart, the capital of Tasmania, lies ahead.