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Kängurus am Strand und in der Höhe

April 2026 /

Wir fahren der Küste entlang – wie sich das für Schweizer im Urlaub gehört, immer die Nähe des Meeres suchend, weiter in Richtung Süden und finden auf dem Stewards and Lloyds Campground im Myall Lakes National Park einen Platz für die Nacht. Der Blick aufs Meer wird einem hier aber durch meterhohe Sanddünen, die man auch zum Sandborden nutzen kann, versperrt. Diese hinter sich zu bringen und doch noch ein Blick aufs Meer zu erhaschen, ist durchaus eine schweisstreibende Angelegenheit. Einmal mehr sind wir um unsere neue Duschinstallation froh. Frisch geduscht liegen wir im Hubdach, aber an Schlafen ist nicht zu denken: Denn zum ersten Mal kommen wir hier mit den wilden Dingos oder besser nur deren nächtelangem Geheul in Kontakt.

We drive along the coast—as Swiss vacationers should, ever seeking the proximity of the sea—heading further and further south, and find a spot for the night at the Stewards and Lloyds Campground in Myall Lakes National Park. The view of the sea here, however, is blocked by meter-high sand dunes—which can also be used for sandboarding—and getting past them is quite a sweaty affair. Once again, we’re glad for our new shower setup. Freshly showered, we lie in the pop-up roof, but sleep is out of the question: for the very first time, we come into contact with the wild dingos—or rather, just their howling all throughout the night.

Da wir von Städten nach unserem wochenlangen Aufenthalt in Brisbane noch mehr als genug haben, wird die Besichtigung Sydneys nicht mehr als ein Kurzbesuch. Wir sehen das Opernhaus und essen unter den äusserst aufmerksamen Augen der dortigen Möwen zu Mittag im neuen Fischmarkt. Unseren Troopy lassen wir dafür etwas ausserhalb der Stadt stehen – die Anfahrt in den Stadtkern geht mit der Metro wirklich leicht, das muss sogar Marcel als absoluter «nicht-ÖV Fahrer» zugeben.

Since we’ve had more than enough of cities after our week-long stay in Brisbane, our time in Sydney will be nothing more than a quick visit. We see the Opera House and have lunch at the new fish market under the watchful eyes of the local seagulls. We leave our Troopy parked just outside the city—getting into the city center by metro is really easy, even Marcel, a total “non-public-transit rider,” has to admit.

Ein weiteres Nachtlager für zwei Tage finden wir auf dem Gillard’s Beach Camping im Mimosa Rocks National Park. Nur mit einer Vorbuchung des Platzes sowie des Kaufes eines Parkeintrittes kommt man an der Ostküste ins Vergnügen eines Übernachtungsplatzes in Meeresnähe, damit müssen wir uns nach 8 Monaten komplettem Freistehen in Südamerika wohl abfinden. Für diesen Platz einen Steinwurf weg von einem schönen Strand, inklusive des täglichen Besuchs von Kängurus und Wallabies hätten wir aber auch mehr bezahlt. Für die tollen Schnappschüsse müssen wir uns nicht einmal aus dem Campingstuhl bemühen.

We find another place to stay for two nights at Gillard’s Beach Campground in Mimosa Rocks National Park. On the east coast, you can only enjoy the pleasure of an overnight spot near the ocean if you book the site in advance and purchase a park pass—something we’ll just have to accept after eight months of total freedom in South America. But for this spot, just a stone’s throw from a beautiful beach and complete with daily visits from kangaroos and wallabies, we would have paid more. We don’t even have to get up from our camping chairs to snap some great photos.

Von den Kängurus am Strand fahren wir jetzt zu den Kängurus in der Höhe. Nach all diesen tollen Strandplätzen sind wir bereit uns vom Meer zu lösen. Es zieht uns etwas ins Landesinnere zum Mount Kosciuszko, der mit 2228 Metern über Meer als höchster Berg Australiens gewertet wird. Im Kosciuszko National Park klettern wir stetig in die Höhe, wobei sich grüne Eukalyptus Wälder und fast schon unheimlich anmutende abgebrannte Hänge abwechseln.

From the kangaroos on the beach, we’re now heading to the kangaroos up in the mountains. After all these wonderful beach spots, we’re ready to leave the coast behind. We’re drawn a bit inland toward Mount Kosciuszko, which, at 2,228 meters above sea level, is considered Australia’s highest mountain. In Kosciuszko National Park, we climb steadily upward, passing through green eucalyptus forests and almost eerie-looking burned slopes.

Beim Tom Groggins Campground im Kosciuszko National Park finden wir auf einer Wiese in Mitten unzähliger Kängurus einen Platz für die Nacht. Während des Campaufbaus werden wir kritisch beäugt, danach entspannen sich die ‚Roos aber wieder und gehen ihren Gewohnheiten nach: dem genüsslichen Abgrasen der Wiese, was nur unterbrochen wird, um sich ausgiebig zu kratzen. Ab und zu wagt auch eines mal einen mutigen Blick in unsere gute Stube hinein – was ja nur fair ist, da wir so frech waren uns mitten in ihre zu stellen.

At Tom Groggins Campground in Kosciuszko National Park, we find a spot for the night in a meadow surrounded by countless kangaroos. While we’re setting up camp, they eye us warily, but soon the ‚Roos relax again and go about their business: grazing contentedly on the grass, interrupted only to scratch themselves thoroughly. Every now and then, one of them even dares to take a bold peek into our living quarters – which is only fair, since we were so bold as to set up camp right in the middle of theirs.

Der Mount Kosciuszko lässt sich nur mit einer mehrstündigen Bergwanderung erklimmen. Da wir ja mehr so die Spaziergänger sind, haben wir ein Ersatzprogramm geplant: Wir wandern zwar nicht auf den höchsten Berg Australiens sondern wir befahren die höchstgelegenste 4WD Strecke, die es in Australien geben soll (ob das wirklich stimmt, da ist man sich aber noch nicht so ganz einig). Mit der Durchfahrt des Murray Flusses, wechseln wir nicht nur in den Alpine Nationalpark sondern auch gleich den Bundesstaat von New South Wales nach Victoria. Der frisch planierte Mount Pinnibar Trail führt erst durch Dschungel anschliessend durch Eukalyptuswälder steil nach oben. Irgendwann lichtet sich der Wald und ein toller Rundumblick eröffnet sich uns.

Mount Kosciuszko can only be climbed via a hike lasting several hours. Since we’re more the strolling type, we’ve planned an alternative: We won’t be hiking up Australia’s highest mountain, but we will be driving along what’s said to be Australia’s highest 4WD trail (though there’s still some debate about whether that’s actually true). As we cross the Murray River, we’re not only entering Alpine National Park but also crossing state lines from New South Wales into Victoria. The freshly graded Mount Pinnibar Trail leads steeply upward, first through jungle and then through eucalyptus forests. Eventually, the forest thins out and a stunning panoramic view opens up before us.

Was hoch geht, muss auch irgendwann wieder runter kommen – nur haben wir bei dieser Track Wahl nicht ganz so viel Glück wie auf dem Weg nach oben: Starke Regenfälle der vergangenen Wochen haben tiefe Furchen hinterlassen. So wird ein eigentlich kurzer Abstieg zu einer stundenlangen Kletterpartie, wo es manchmal fast schon auf jeden Zentimeter ankommt.

What goes up must eventually come down—but we aren’t quite as lucky on this descent as we were on the way up: heavy rains over the past few weeks have left deep ruts in the ground. So what should have been a short descent turns into a climb that lasts hours, where sometimes almost every single centimeter counts.

Wir wählen nach dieser überstandenen Tortur unsere weitere Route durchs Victoria High Country etwas weniger abenteuerreich und bleiben meist auf der geteerten Strasse. Dabei sind wir sehr überrascht aus der Ferne plötzlich einen Skilift zu erspähen. Der eine bleibt nicht allein und ein ganzes Skiresort erscheint hinter der Kurve. Wenn man so an Australien denkt, ist Skifahren nicht gerade das Erste was einem in den Sinn kommt.

Having survived this ordeal, we decide to make the rest of our route through the Victoria High Country a little less adventurous and stick mostly to the paved road. We’re very surprised to suddenly spot a ski lift in the distance. It turns out to be the first of many, and an entire ski resort comes into view around the bend. When you think of Australia, skiing isn’t exactly the first thing that comes to mind.

Nach dieser aufregenden Zeit im Hochland, fahren wir durch die kleine Stadt Omeo wieder in Richtung Küste. Für unser nächstes grosses Etappenziel gelten spezielle Vorbereitungsmassnahmen: Unser Troopy muss sehr gründlich gereinigt werden und wir stellen sicher, dass wir keine Früchte, Gemüse und auch keinen Fisch mehr an Bord haben (ergo essen wir alles auf). Wir erlauben es uns hier in Form eines Cliffhangers zu verschweigen, wo es genau hingeht – Ihr erfahrt es im nächsten Blogeintrag 😉

After this exciting time in the highlands, we drive through the small town of Omeo back toward the coast. Our next major stop requires some special preparations: Our Troopy needs a thorough cleaning, and we make sure we no longer have any fruit, vegetables, or fish on board (so we eat it all). We’ll leave you in cliffhanger mode here and not reveal exactly where we’re headed—you’ll find out in the next blog post 😉

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