April 2026 /
Je näher wir Hobart kommen umso grösser wird die Dichte an kleinen hübsch eingerichteten Kaffees mit lustigen Sprüchen auf den Klos und desto mehr der schwarzen Schwäne sehen wir. Ein eigenartiger Anblick, wenn man nur die Weissen kennt. Wir tanken überraschend günstig, füllen unser Wasser auf, kaufen Lebensmittel ein und spazieren sogar zu einer Bucht runter, in deren steinigen Seitenwänden Fossilien zu sehen sein sollen. Die Muschelabdrücke sind nicht sehr zahlreich und auch sehr klein. Das war wohl eher ein Schuss in den Ofen und die Schweisstropfen beim Wiederaufstieg nicht wert.
The closer we get to Hobart, the more densely packed the area becomes with small, charmingly decorated cafés featuring funny sayings on the restroom doors, and the more black swans we see. It’s a strange sight when you’re only used to seeing the white ones. We fill up with gas at a surprisingly low price, refill our water, buy groceries, and even walk down to a cove where fossils are supposed to be visible in the rocky walls. The shell impressions aren’t very numerous and are also very small. That was probably a bit of a waste of time and not worth the sweat on the way back up.













Tasmanien hat nicht nur überirdisch sondern auch unter der Erde so einiges zu bieten. Ganz im Süden bei Hastings geht es in einer geführten Tour in die Tiefe. Die Newdegate Höhlen erstrecken sich über ein 5 km langes Netzwerk, wovon wir während unseres Besuchs gute 500 Meter zu sehen kriegen. Wieder zurück an der Oberfläche bestünde hier auch die Option in einen Thermalpool zu springen – dieser ist uns Warmduschern mit «nur» 28°C dann doch etwas zu kalt.
Tasmania has plenty to offer not only above ground but also underneath. In the far south, near Hastings, a guided tour takes you deep underground. The Newdegate Caves extend across a 5-kilometer network, of which we get to see a good 500 meters during our visit. Back on the surface, there’s also the option to jump into a thermal pool—but at “only” 28°C, it’s a bit too cold for us, creatures of comfort.







Von den Hastings Caves ist es zum südlichsten Punkt unserer Tasmanien Reise nicht mehr weit: Am Adams Point Lookout schauen wir gemeinsam mit einem Wal in die weite Bucht hinaus.
From the Hastings Caves, it’s not far to the southernmost point of our Tasmania trip: at Adam’s Point Lookout, we gaze out over the vast bay alongside a whale.



Von ganz im Süden kanns wieder nur in Richtung Norden gehen. Über eine nur 30 Meter breite Landbrücke, das Eaglehawk Neck, fahren wir auf das Tasman Peninsula, denn dort gibt es geschichtlich viel zu entdecken. In Port Arthur, besuchen wir ein ehemaliges Gefängnis der englischen Sträflingskolonie. Hier wurden von 1833 bis in die 1850er Jahre Sträflinge mit den höchsten Strafen hin versetzt – wir lernen, dass zu dieser Zeit sogar das Stehlen eines Brotes dazu führen konnte hier zu landen. Die Gefangenen arbeiteten hier im Steinbruch und halfen bei der Errichtung weiterer Gebäude. Von weiteren körperlichen Strafen wurde an diesem Ort aber laut der Überlieferung abgesehen, denn hier wurde auf eine Form der psychischen Strafe gesetzt: Die Häftlinge hatten über die absolut notwendige Kommunikation hinaus absolutes Stillschweigen zu wahren. Zudem wurde ihnen stetig eingetrichtert wie unmöglich eine Flucht von diesem Ort sei, denn das Eaglehawk Neck, die einzige Möglichkeit über Land zu entkommen, wurde sehr gut bewacht. Diese neue Art der Bestrafung der Stille sollte einem die Chance geben viel über die eigenen Delikte nachzudenken.
From the very south, the only way to go is north. We cross a land bridge just 30 meters wide, known as Eaglehawk Neck, to reach the Tasman Peninsula, where there is a wealth of history to explore. In Port Arthur, we visit a former prison of the British penal colony. From 1833 through the 1850s, convicts serving the harshest sentences were sent here—we learn that at that time, even stealing a loaf of bread could land you here. The prisoners worked here in the quarry and helped construct additional buildings. According to historical accounts, however, further physical punishment was avoided at this site, as the focus here was on a form of psychological punishment: the prisoners were required to maintain absolute silence beyond what was strictly necessary for communication. In addition, they were constantly reminded of how impossible it was to escape from this place, as Eaglehawk Neck—the only possible escape route overland—was heavily guarded. This new form of punishment through silence was intended to give prisoners the opportunity to reflect deeply on their own crimes.









