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Stürmische Strandtage – Uruguay

Juni 2025 /

Nach der aufregenden, abenteuerlichen und zugegeben auch sehr anstrengenden Zeit in den Anden freuen wir uns mit der Einreise nach Uruguay an einen bekannten Ort zurückzukehren. Für den Abschluss unserer Südamerikareise haben wir eine Rundfahrt durch «die Schweiz Südamerikas» geplant. So wollen wir das Land im Norden bis an die Ostküste durchqueren und von dort dann immer den Stränden entlang in Richtung Süden fahren.

After an exciting, adventurous, and admittedly very exhausting time in the Andes, we are happy to return to familiar surroundings as we enter Uruguay. To conclude our South American trip, we have planned a tour through “the Switzerland of South America.” We want to cross the country trough the northern part to the east coast and then drive south along the beaches.

Als kleinen Geheimtipp besuchen wir das Valle Edén bei Tacuarembò, wo man gemütlich bis zu einer Schlucht spazieren und auch gut einen Übernachtungsplatz finden kann. Das Land ist äusserst flach, so sind wir über diese Abwechslungen froh. Viehwirtschaft ist hier gross so wird die Strasse meist links und rechts von einem Zaun gesäumt und es ist doch etwas schwierig einen guten Ort für die Nacht zu finden, der nicht nur zwei Meter vom Asphalt entfernt ist. Auch nach vielen Tagen geben die grasenden Kühe unter den Palmen für uns als Schweizer immer noch ein sehr komisches Bild ab. Auch grasten hier wohl zu einer anderen Zeit mal sehr grosse Dinosaurier, deren Spuren heute noch zu sehen sind.

As a little insider tip, we visit Valle Edén near Tacuarembò, where you can take a leisurely walk to a gorge and also find a good place to spend the night. The land is extremely flat, so we are happy about this change of scenery. Cattle farming is big here, so the road is usually lined with fences on both sides, making it a bit difficult to find a good place to spend the night that isn’t just two meters away from the asphalt. Even after many days, the cows grazing under the palm trees still seem very strange to us Swiss. At another time, very large dinosaurs probably grazed here too, and their tracks can still be seen today.

In Uruguay ist im Juni Winter, dementsprechend sind die Temperaturen von Luft und Wasser eher auf der kühlen Seite. Sich im Sand zu wälzen und im Meer zu Baden sind also entgegen unserer ursprünglichen Pläne keine Optionen. Das heisst aber nicht, dass man nicht ein paar Tage in Meeresnähe verbringen kann. Wir planen im «Parque Nacional de Santa Teresa» einen längeren Aufenthalt ein. Dort sind wir um diese Jahreszeit nahezu alleine und können unter den unzähligen gut im Wald versteckten Campsites frei wählen. Zudem freuen wir uns auf die angepriesenen warmen Duschen, auch wenn das heisse Wasser aus nicht mehr ganz so frischen Boilern kommt. Obwohl dies ein vom Militär unterhaltenes Gelände ist – es finden am Abend nämlich jeweils Kontrollen der übernachtenden Personen statt, kommt doch ein wenig «Wildcampingfeeling» auf. Im südlich gelegenen Dörfchen Punta del Diablo können wir unsere Wäsche waschen lassen und in den Restaurants lecker essen. Die Ortschaft selbst ist zu dieser Jahreszeit wie ausgestorben. Am ersten Tag im Park scheint noch die Sonne, dann ist es aber vorbei mit dem schönen Wetter. Ein Sturm lässt den Regen für drei Tage nicht mehr aufhören und es schlägt sogar ein Blitz nur wenige Meter von uns entfernt in eine der Baumkronen ein. So einen lauten Knall haben wir beide wohl noch nie gehört.

June is winter in Uruguay, so the air and water temperatures tend to be on the cool side. Contrary to our original plans, rolling around in the sand and swimming are therefore not viable options. However, that doesn’t mean you can’t spend a few days by the sea. We plan to stay for a longer period in the «Parque Nacional de Santa Teresa». There, we are almost alone and can choose freely from the countless campsites hidden in the forest. We are also looking forward to the advertised warm showers, even if the hot water comes from boilers that are no longer quite so new. Although this is a military-run site – there are checks on overnight guests in the evening – it still feels a bit like wild camping. In the southern village of Punta del Diablo, we can have our laundry done and enjoy delicious meals in the restaurants. The village itself is deserted at this time of year. On our first day in the park, the sun is still shining, but then the good weather comes to an end. A storm brings three days of non-stop rain, and lightning even strikes one of the treetops just a few meters away from us. Neither of us has ever heard such a loud bang.

Nach diesem Sturm scheint so richtig der Winter eingekehrt zu sein. Die Temperaturen sind tagsüber und vor allem auch Nachts nochmal gute 10 °C tiefer. Auf unserer Fahrt weiter in Richtung Punta del Este, gibt es aber doch noch so einige Möglichkeiten für ausgiebige Strandspaziergänge. Der kalte Wind pfeift uns dabei aber immer ganz schön um die Ohren.

After this storm, winter seems to have truly arrived. Temperatures are a good 10°C lower during the day and especially at night. On our journey towards Punta del Este, however, there are still a few opportunities for long walks on the beach. But the cold wind always bites our ears.

Uruguay hat zu unserer Überraschung auch die eine oder andere Kuriosität zu bieten. So führt keine normale Brücke über die die Laguna Garzón. Die eigens designte Struktur in Form eines Kreises soll als Touristenattraktion fungieren und zusätzlich den Verkehr entschleunigen. Aufgrund der Strassenführung bleibt einem das «Ringsherumdüsen» aber leider verwehrt. Sonst hätten wir hier sicher mehr als nur eine Runde gedreht.

To our surprise, Uruguay also has a few curiosities to offer. For example, they did not just build a normal bridge over Laguna Garzón. The specially designed circular structure is intended to serve as a tourist attraction and also slow down traffic. Unfortunately, due to the layout of the road, it is not possible to drive around the circle. Otherwise, we would certainly have done more than just one lap here.

Auf unserem Weg in Richtung Montevideo machen wir immer wieder Halt in unterschiedlichen Dörfern und Städtchen, entdecken noch so die eine oder andere Eigentümlichkeit und Essen frischen Fisch, zartes Fleisch und natürlich auch ein oder zwei Hamburger dürfen nicht fehlen.

On our way to Montevideo, we stop at various villages and towns, discovering quirky sights along the way and eating fresh fish, tender meat, and of course, a hamburger or two.

Die Abreisevorbereitungen finden im Paraíso Suizo statt, welches ungefähr eine Stunde vor Montevideo liegt. Wir ziehen dafür in einen der angebotenen Bungalows um. Unser Troopy wird nach und nach ausgeräumt, da wir von unserem Material vieles für die Einheimischen dort lassen. Tage und Nächte werden immer kälter so sind wir um das wärmenden Cheminée froh, welches wir nun nahezu jeden Abend anzünden. Wir verbringen die Zeit in toller Gesellschaft und werden für die letzten Tage in Südamerika tatsächlich noch zu regelrechten Grillmeistern.

The departure preparations take place in Paraíso Suizo, which is about an hour before Montevideo. We move into one of the available bungalows. Gradually, we clear out our Troopy, as we leave a lot of our equipment behind for the locals there. The days and nights are getting colder, so we are glad to have the warming fireplace, which we now light almost every evening. We spend our time in great company and actually become real barbecue masters during our last days in South America.

Und nun ist es soweit: Der Tag der Abgabe unseres Troopys in Monteviedo ist gekommen. Am Hafen müssen wir zwar kurz auf unseren Agenten warten aber die Abgabe läuft dann reibungslos. Wir dürfen sogar beide mit aufs Hafengelände. So bleibt Carmen der Fussmarsch zurück zum Hotel erspart. Für zwei weitere Tage haben wir das Hotel gebucht und so erkunden wir Tagsüber und Abends die Stadt und lassen es uns in den Restaurants gut gehen – bis es schliesslich nach acht Monaten Rundreise heisst: Adiós Uruguay, adiós Sudamérica.

And now the time has come: the day we hand over our Troopy in Montevideo has arrived. We have to wait briefly for our agent at the port, but the handover goes smoothly. We are even allowed to both enter the port area, which saves Carmen the march back to the hotel. We have booked the accomodation for two more days, so we explore the city during the day and in the evenings, we enjoy ourselves in the restaurants. Until finally, after eight months of traveling, it’s time to say: Adiós Uruguay, adiós Sudamérica.

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